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Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen sind in der nachstehend beschriebenen Form zu ahnden:
Direkter Freistoß
Ein Spieler verursacht einen direkten Freistoß für die gegnerische
Mannschaft, wenn er einen der nachfolgend aufgeführten sechs Verstöße
nach Einschätzung des Schiedsrichters fahrlässig, rücksichtslos oder
mit unverhältnismäßigem Körpereinsatz begeht:
- einen Gegner tritt oder versucht, ihn zu treten,
- einem Gegner das Bein stellt oder es versucht,
- einen Gegner anspringt,
- einen Gegner rempelt,
- einen Gegner schlägt oder versucht, ihn zu schlagen,
- einen Gegner stößt
Der gegnerischen Mannschaft wird ebenfalls ein direkter Freistoß
zugesprochen, wenn ein Spieler einen der nachfolgenden vier Verstöße
begeht:
- beim Tackling im Kampf um den Ball den Gegner vor dem Ball berührt,
- einen Gegner hält,
- einen Gegner anspuckt,
- den Ball absichtlich mit der Hand spielt (dies gilt nicht für den Torwart in seinem eigenen Strafraum).
Der direkte Freistoß wird an der Stelle ausgeführt, wo sich der Verstoß ereignete.
Der direkte Freistoß wird vorbehaltlich der zwingenden
Bestimmungen der Regel 8 - Beginn und Fortsetzung des Spieles an der
Stelle ausgeführt, wo sich der Verstoß ereignete.
Strafstoß
Begeht ein Spieler der verteidigenden Mannschaft innerhalb
seines eigenen Strafraumes einen der vorstehend genannten zehn
Verstöße, so ist er durch einen Strafstoß zu bestrafen. Dies gilt ohne
Rücksicht auf die jeweilige Position des Balles, aber vorausgesetzt,
dass der Ball im Augenblick des Verstoßes im Spiel war.
Indirekter Freistoß
Ein Torwart verursacht einen indirekten Freistoß für die
gegnerische Mannschaft wenn er innerhalb seines Strafraumes einen der
folgenden fünf Verstöße begeht:
- Er wartet mehr als sechs Sekunden, während er den Ball mit seinen Händen kontrolliert, bevor er ihn für das Spiel freigibt.
- Er berührt den Ball, nachdem er ihn freigegeben hatte, erneut mit der Hand, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat.
- Er berührt den Ball mit der Hand, den ein Mitspieler ihm absichtlich mit dem Fuß zugespielt hat.
- Er berührt den Ball mit der Hand, nachdem er ihn direkt von einem Einwurf eines Mitspielers erhalten hat.
- Er vergeudet Zeit.
Außerdem verursacht ein Spieler einen indirekten Freistoß für die
gegnerische Mannschaft, wenn er nach Ansicht des Schiedsrichters einen
der folgenden drei Verstöße begeht:
- gefährlich spielt,
- den Lauf des Gegners behindert,
- den Torwart daran hindert, den Ball aus seinen Händen freizugeben,
- irgendeine
andere, nicht bereits in Regel 12 erwähnte Regelübertretung begeht, für
welche das Spiel unterbrochen wird, um ihn zu verwarnen oder des Feldes
zu verweisen.
Der indirekte Freistoß wird an der Stelle ausgeführt, wo sich der Verstoß ereignete.
Persönliche Strafen
Verwarnungswürdige Vergehen
Ein Spieler muss durch Zeigen der gelben Karte verwarnt werden, wenn er eine der folgenden sieben Regelübertretungen begeht:
- sich unsportlich verhält,
- durch Worte oder Handlungen seine Ablehnung zu erkennen gibt,
- wiederholt gegen die Spielregeln verstößt,
- die Wiederaufnahme des Spieles verzögert,
- beim Eckstoß oder Freistoß den vorgeschriebenen Abstand nicht einhält,
- ohne Genehmigung des Schiedsrichters das Spielfeld betritt oder wieder betritt,
- das Spielfeld absichtlich und ohne Zustimmung des Schiedsrichters verlässt.
Feldverweiswürdige Vergehen
Ein Spieler muss durch Zeigen der roten Karte des Feldes verwiesen
werden, wenn er eine der folgenden sieben Regelübertretungen begeht:
- ein grobes Foul begeht,
- gewaltsam spielt,
- einen Gegner oder irgendeine andere Person anspuckt,
- ein
Tor oder eine offensichtliche Torchance eines Gegenspielers durch
absichtliches Handspiel verhindert oder zunichtemacht (dies gilt nicht
für den Torwart in seinem Strafraum),
- einem auf sein Tor zulaufenden Gegenspieler eine
offensichtliche Torchance nimmt, indem er eine mit Freistoß oder
Strafstoß zu ahndende Regelübertretung begeht
- anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen oder Gebärden gebraucht,
- eine zweite Verwarnung im selben Spiel erhält.
Anweisungen des DFB
- Jeder Spieler, der den Schiedsrichter angreift oder beleidigt, wird des Feldes verwiesen.
- Jeder Spieler, der gegen eine Schiedsrichter-Entscheidung protestiert, wird verwarnt.
- Unter gewaltsamem Spiel versteht man den Angriff eines Spielers auf den Gegner, ohne dass dabei um den Ball gekämpft wird.
- Greift
ein Spieler einen Mannschaftskameraden, den Schiedsrichter, einen
Schiedsrichter-Assistenten, einen Zuschauer usw. an, so gilt dies
ebenfalls als gewaltsames Spiel.
- Treten und Schlagen sind Tätlichkeiten und bedingen -
ebenso wie grobe Unsportlichkeiten - einen Feldverweis mit der roten
Karte ohne vorherige Verwarnung des schuldigen Spielers (grob
unsportlich ist z. B. das Anwerfen eines Mitspielers).
- Wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft wegen
Tretens oder Schlagens eines Gegners innerhalb des Strafraumes vom
Spielfeld gewiesen wird, muss der Schiedsrichter außerdem noch einen
Strafstoß verhängen, wenn sich der Ball im Spiel befand.
- Wenn sich zwei Spieler außerhalb der Spielfeldgrenze
befinden und einer tritt oder schlägt absichtlich den anderen, während
der Ball noch im Spiel ist, hat der Schiedsrichter das Spiel zu
unterbrechen und den schuldigen Spieler gemäß Regel 12 vom Spielfeld zu
weisen. Das Spiel ist durch Schiedsrichterball an der Stelle
fortzusetzen, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung
befand.*)
- Das Anspucken eines Spielers und der Versuch sind gleich (direkter Freistoß, Feldverweis) zu bestrafen.
- Der
Verstoß des Anspuckens von Offiziellen und anderen Personen oder
ähnlich ungebührliches Benehmen soll als grob unsportliches Betragen im
Sinne der Regel 12 betrachtet werden.
- Normalerweise wird ein Spieler wegen Haltens nicht
verwarnt. Eine Verwarnung wird aber erforderlich, wenn es sich um ein
unsportliches Halten handelt.
- Absichtliches Handspiel liegt vor, wenn der Ball mit der
Hand oder dem Arm gehalten, gestoßen oder geschlagen wird. Wird der
Ball jedoch aus kurzer Entfernung gegen den normal gehaltenen Arm
geschossen, so ist dies nicht als Absicht zu werten.
- Normalerweise wird ein Spieler wegen Handspiels nicht
verwarnt. Eine Verwarnung wird aber erforderlich, wenn ein angreifender
Spieler versucht, mit Hilfe seiner Hände ein Tor zu erzielen, und wenn
ein Spieler ein anderes unsportliches Handspiel begehrt (z.B.
Verhinderung eines aussichtsreichen Angriffs).
- Jedes unsportliche Betragen ist - neben dem gegebenenfalls
verschuldeten indirekten Freistoß - mit einer Verwarnung zu bestrafen.
Falls der Schiedsrichter die Vorteilbestimmung anwendet, hat er eine
erforderliche Verwarnung bei der nächsten Spielunterbrechung
auszusprechen. Begeht ein Spieler bis dahin ein weiteres Vergehen, das
'Gelb' nach sich zieht, so ist der Spieler mit 'Gelb-Rot' des Feldes zu
verweisen (zunächst 'Gelb' und dann 'Gelb-Rot').
- Wird ein bereits verwarnter Spieler während eines Spieles
in Folge einer zweiten Verwarnung des Feldes verwiesen, muss der
Schiedsrichter ihm zuerst die gelbe Karte und unmittelbar danach die
rote Karte zeigen. (Damit soll deutlich signalisiert werden, dass der
Feldverweis aufgrund des zweiten verwarnungswürdigen Verstoßes und
nicht etwa aufgrund eines Verstoßes, der einen sofortigen Ausschluß zur
Folge gehabt hätte, ausgesprochen wurde.)
- Wenn ein Schiedsrichter im Begriffe ist, einen Spieler zu
verwarnen, und dieser Spieler, ehe die Verwarnung ausgesprochen ist,
einen weiteren Verstoß begeht, der eine Verwarnung nach sich zieht, so
muss der Spieler mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen werden (zunächst
'Gelb', dann 'Gelb-Rot').
- Wenn sich ein Torwart einer Taktik bedient, die allein dazu
dient, das Spiel zu verzögern, um seiner Mannschaft einen Vorteil zu
verschaffen, ist er durch Erteilung eines indirekten Freistoßes zu
bestrafen.
- Wenn nach Meinung des Schiedsrichters ein Torwart sich
länger als notwendig auf den Ball legt, macht er sich unsportlichen
Betragens schuldig.
- Der Torhüter ist mit der Roten Karte des Feldes zu
verweisen, wenn er außerhalb seines Strafraumes den Ball absichtlich
mit den Händen spielt und so eine klare Tormöglichkeit zunichte macht
oder einen offensichtlichen Torerfolg verhindert.
- Das unabsichtliche Ablenken des Balles mit dem Fuß oder den
Füßen (der Ball wird von einem Mannschaftskollegen des Torhüters
ungewollt abgefälscht oder nicht richtig getroffen) ist kein Rückpaß im
Sinne der Regel.
- Situationen, in welchen der Ball von einem
Mannschaftskollegen zwar nicht direkt in Richtung des Torhüters, jedoch
absichtlich so gespielt wird (beispielsweise neben das Tor), dass der
Torhüter den Ball annehmen kann, sind im Sinne dieser Regel als
absichtliche Rückpässe an den Torhüter zu werten. Berührt der Torwart
in solchen Fällen den Ball mit den Händen, ist ein indirekter Freistoß
zu verhängen.
- Ein Verstoß gegen die Spielregel liegt ebenfalls vor, wenn
sich ein Spieler beim Eckstoß vor den Torhüter stellt, um diesen
dadurch zu behindern, bevor der Eckstoß ausgeführt und der Ball im
Spiel ist.
- Ein Spieler ist in Ballbesitz, auch wenn er den Ball aus
taktischen Gründen deckt, ihn aber nicht berührt, er jedoch in
Spielnähe bleibt. Wenn er dabei den Gegner hindert, ihn also sperrt,
ist dies keine Regelübertretung. Der ballführende Spieler darf nun
korrekt gerempelt werden.
- Wenn ein Spieler seine Arme ausstreckt, um einen Gegner zu
stören, von einer Seite auf die andere tritt, seine Arme auf und ab
bewegt, um ihn zu behindern und zu zwingen, die Richtung zu ändern, ihn
dabei aber körperlich nicht berührt, hat der Schiedsrichter den Spieler
wegen unsportlichen Verhaltens zu verwarnen und einen indirekten
Freistoß anzuordnen.
- Scherenschläge oder Fallrückzieher sind erlaubt, sofern sie
nach Ansicht des Schiedsrichters nicht einen Gegenspieler gefährden.
- Wenn der Spieler nach Spielbeginn in seine Mannschaft
eintritt, hat er sich beim Schiedsrichter zu melden. Dies ist so zu
verstehen, dass er von der Seitenlinie aus die Aufmerksamkeit des
Schiedsrichters auf sich zu lenken hat. Das Zeichen des Schiedsrichters
soll durch eine eindeutige Geste gegeben werden, die dem Spieler
verständlich macht, dass er das Spielfeld betreten darf. Es ist nicht
notwendig, dass der Schiedsrichter bis zu einer Spielunterbrechung
wartet. (Diese Bestimmung ist nicht auf den in der Regel 4 vorgesehenen
Fall anwendbar.) Nur ihm steht es zu, den Zeitpunkt zu bestimmen, wann
er das Zeichen seines Einverständnisses geben will.
- Der Torwart darf im Torraum nicht gerempelt werden, außer er hält den Ball oder hindert einen Gegner.
- Jeglicher Angriff auf den Ball, den der Torwart hält, ist verboten (gefährliches Spiel).
- Ein
Verstoß liegt dann vor, wenn ein Spieler vor einem Torhüter hin und her
läuft, um ihn daran zu hindern, den Ball wieder ins Spiel zu bringen.
- Hält ein Spieler z. B. mit einem Schienbeinschützer in der Hand den Ball auf, so ist auf Handspiel zu entscheiden.
- Schlägt
ein Spieler einen Gegenspieler, ist der Tatort, wo der Spieler
getroffen wurde (Kontaktvergehen). Wirft ein Spieler einen Gegenstand
an den Körper eines Gegenspielers, ist der Tatort, wo der Spieler
getroffen wurde (oder hätte getroffen werden sollen - Wurfvergehen).
- Betritt ein Spieler ohne Erlaubnis des Schiedsrichters das
Spielfeld und begeht ein weiteres verwarnungswürdiges Vergehen, so ist
dieser Spieler mit 'Gelb-Rot' des Feldes zu verweisen. (Erst wird
'Gelb', anschließend 'Gelb-Rot' gezeigt.)
- 'Kontakt-' und 'Wurf-Vergehen' (Schlagen, Werfen) führen neben der persönlichen Strafe zu
- direktem Freistoß, wenn sie gegen den Gegenspieler,
- indirektem
Freistoß, weil es sich um eine (grobe) Unsportlichkeit handelt, wenn
sie gegen andere (z. B. Mitspieler, Zuschauer, Personen in der
Technischen Zone)
gerichtet sind.
Die Spielfortsetzung erfolgt am Ort des Vergehens, also dort wo getroffen wurde oder werden sollte.
FIFA-Bestimmungen
- Ein Strafstoß ist zu verhängen, wenn der Torwart innerhalb
seines Strafraumes, während der Ball im Spiel ist, einen Gegner
schlägt, indem er den Ball nach ihm wirft.
- Jeder Spieler, befinde er sich innerhalb oder außerhalb des
Spielfeldes, der sich eines verwarnungs- oder feldverweiswürdigen
Vergehens schuldig macht, sei es gegenüber einem Gegner, einem
Mitspieler, dem Schiedsrichter, einem Schiedsrichter-Assistenten oder
einer anderen Person, oder der beleidigende oder schmähende Äußerungen
gebraucht, ist entsprechend der Natur des Verstoßes zu bestrafen.
- Es gilt als Kontrolle des Balles durch den Torwart, wenn
dieser ihn mit irgendeinem Teil des Armes oder der Hand berührt. Zum
Ballbesitz zählt es auch, wenn der Torwart den Ball absichtlich von der
Hand oder dem Arm abprallen läßt. Hiervon ausgenommen ist der Fall,
dass der Ball nach Ansicht des Schiedsrichters zufällig vom Torwart
wegspringt, zum Beispiel nach einer Rettungsaktion. Hält der Torwart
den Ball mehr als 5 bis 6 Sekunden in seinen Händen oder Armen, wird
dies als Zeitvergeudung betrachtet.
- Im Rahmen der Regel 12 darf ein Spieler den Ball mit dem
Knie, der Brust oder dem Kopf zu seinem Torwart spielen. Wenn jedoch
der Spieler nach Auffassung des Schiedsrichters einen Trick absichtlich
benutzt, um, während der Ball im Spiel ist, diese Bestimmung zu
umgehen, macht er sich unsportlichen Betragens schuldig. Er ist durch
Zeigen der Gelben Karte zu verwarnen. Gegen seine Mannschaft wird ein
indirekter Freistoß am Tatort verhängt. Wenn der Spieler diesen Trick
absichtlich zur Umgehung der Regel bei der Ausführung eines Freistoßes
anwendet, wird er durch Zeigen der gelben Karte verwarnt. Der Freistoß
wird wiederholt. Unter diesen Umständen ist es unerheblich, ob der
Torwart anschließend den Ball mit den Händen berührt oder nicht. Der
Spieler übertritt die Regel, um Sinn und Geist der Regel 12 zu umgehen.
- Ein Tackling von hinten, welches die Gesundheit des Gegners gefährdet, ist als grobes Foul zu ahnden.
- Jede
Simulation auf dem Spielfeld, deren Absicht es ist, den Schiedsrichter
zu täuschen, muß als unsportliches Betragen bestraft werden.
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